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Lange habe ich die Monitorkalibrierung missachtet und war mit den Bildergebnissen weitestgehend zufrieden.

Nachdem ich mich letztes Jahr der Fotografie wieder ambitionierter gewidmet habe, kam auch mit der Zeit der Anspruch. Das banale Ziel beim Print ist ja eigentlich WYSIWYG („what you see is what you get“). Das dies mit einem Consumer Drucker nicht ganz zu realisieren ist, war mir auch klar. Aber wenn man Fotos professionell drucken lässt und man das Endergebnis in den Händen hält kann die Überraschung doch immens sein. Eine Portraitcollage, die ich beispielsweise von meinen Töchtern im Photoshop erstellt habe, kam mit einem leichten Gelbstich zum mir nach Hause geliefert. Dem Hersteller mache ich keinen Vorwurf. So schlimm, dass man das Bild nicht aufhängen könnte, ist es nun auch nicht. Aber geärgert hat es mich schon.

Also habe ich mich mit der Monitokalibrierung beschäftigt. Dies am Monitor selber vorzunehmen und die Anpassungen am OSX/Windows vorzunehmen sind ohne geschultes Auge schier unmöglich. Ich habe zwar einige Versuche unternommen, bin aber kläglich gescheitert. Also bin ich auf die technischen Helferlein gekommen. Zum einen gibts die Farbkarten, die man für die Kalibrierung am Set verwenden sollte. Diese Karten haben gleichzeitig noch eine Software, die dann als Plugin im Photoshop arbeitet und anhand der fotografierten Farbkarte die Farbanpassungen vornimmt. Hier ist also jedesmal eine Anpassung von Nöten. Ich denke mit der Zeit könnte ich mir diese Methode noch als Zusatz zur zweiten Methode vorstellen.

Die andere technische Methode ist ist ein Kolorimeter, welches die dargestellten Farben am Computermonitor misst. Das Gerät heißt Spyder5Express von der Firma Datacolor (Link). Ich muss zugeben, ich war skeptisch ob das Ding seinen Dienst verrichten kann. Der Kalibrierungsvorgang ist schlichtweg einfach. Man startet die Software, schließt den Kolorimeter per USB an den PC an und wartet ca. 5 Minuten und lässt sich von Farbspielen berieseln. 🙂 Am Ende hat man eine Vorher-Nachher Möglichkeit. Ich muss sagen, dass ich vorher quasi blind die Bilder bearbeitet habe. Die Farben waren doch etwas von der natürlichen Farbgebung abweichend.

Was soll ich sagen, die Portraitcollage war auch mit dem neu erstellten RGB Monitorprofil etwas gelbstichig. Wen wunderts. Ich habe nun die Farben etwas korrigiert und den Farbstich entfernt.

Übrigens ist es sehr erstaunlich, wie das Gehirn versucht falsch dargestellte Farben zu kompensieren. Die Desktop Oberfläche am PC sah am Anfang doch gewöhnungsbedürftig aus. 🙂

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